Robert: Der Einfluss von Christen

Ich gehöre nicht zu den Menschen, dessen Leben sich durch ein außergewöhnliches Ereignis (sei es positiv oder negativ) drastisch geändert hat. Es war vielmehr die ständige Konfrontation mit Menschen, die an Gott glaubten (mein Vater nannte sie immer „holy Joes“), die mich dazu führte, mir Gedanken über mein persönliches Verhältnis zu Gott zu machen. Was mich dazu bewegte, meine Skepsis über Bord zu werfen, war das Leben meines besten Freundes Kennedy und vieler anderer Schulkameraden während meiner Oberschulzeit. Diese Menschen waren ein ganz klarer Beweis dafür, daß Gott mehr als nur eine langbärtige liebenswürdige Gestalt ist, die wir sonntags, und wenn wir in Nöten sind, anbeten.

Ich gehöre nicht zu den Menschen, dessen Leben sich durch ein außergewöhnliches Ereignis (sei es positiv oder negativ) drastisch geändert hat. Es war vielmehr die ständige Konfrontation mit Menschen, die an Gott glaubten (mein Vater nannte sie immer „holy Joes“), die mich dazu führte, mir Gedanken über mein persönliches Verhältnis zu Gott zu machen.

Es war die Zeit zwischen meinem 12. und 18. Lebensjahr. Ich lebte damals in Kenia (davor lebte ich in Berlin). Lange Zeit hatte ich so meine Zweifel an dem Glauben, da man viele Dinge mit der Wissenschaft nicht vereinbaren kann. Dennoch war ich überzeugt, daß Gott existiert. Während meiner Kindheit ging ich immer artig mit meiner Mutter in eine katholische Kirche (das war auch meist ein Anlaß, den von meiner Mutter selbst genähten Anzug zu tragen). Konsequenzen hatten meine Gottesdienstbesuche jedoch nicht, außer daß der Anzug irgendwann ausgedient hatte. Ich hatte also viel über Gott gehört, aber das alles hatte mein Leben nicht großartig verändert.

Was mich dazu bewegte, meine Skepsis über Bord zu werfen, war das Leben meines besten Freundes Kennedy und vieler anderer Schulkameraden während meiner Oberschulzeit. Diese Menschen waren ein ganz klarer Beweis dafür, daß Gott mehr als nur eine langbärtige liebenswürdige Gestalt ist, die wir sonntags, und wenn wir in Nöten sind, anbeten. Dort in Kenia habe ich Christen erlebt, die Gott wirklich vertrauten und eine Beziehung zu Ihm hatten.

Irgendwie fühlte ich mich nicht bereit, Christ zu werden, aber ich hatte erkannt, daß ich irgendwann vor Gott stehen würde und nichts zu meiner Verteidigung sagen könnte, außer daß ich mich bemüht hätte, ein guter Mensch zu sein. Mir war durch viele Predigten klar geworden, daß das einzige, was zählt, die Tatsache ist, daß Jesus für mich gestorben ist und ich allein dadurch vor Gott bestehen kann.

Diese Erkenntnis hat mich dazu gebracht, mein Leben Jesus zu übergeben. Ich habe im Gebet zu Jesus gesprochen und anerkannt, daß ich ein Sünder bin. Ich habe die Vergebung durch den Tod Jesu für mich in Anspruch genommen und Jesus gebeten, in mein Leben zu kommen. Ich habe kein Gefühl der Erleichterung gehabt oder gespürt, daß irgendeine Energie meinen Körper durchfuhr. Vom Gefühl her war alles beim Alten, aber Gott hat mein Gebet erhört.

Ich war damals kein „Rowdy“ und bin heute kein perfekter Mensch, aber dennoch hat mich Gott seit diesem Zeitpunkt (ich war damals 18 Jahre alt) verändert, und Er tut es heute noch. Zum Beispiel kann ich heute auf Dinge verzichten wie einen Fernseher, ohne den ich mir damals das Leben gar nicht vorstellen konnte. Ich habe gelernt, zu helfen oder zu geben, ohne zurückzuverlangen, und Gott hat mir in vielerlei Hinsicht neue Werte gegeben. Ich habe gelernt, Vorurteile abzulegen und Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. Darüber hinaus freue ich mich, daß ich von den Leuten in meiner Gemeinde auch so angenommen werde, wie ich halt gestrickt bin.

Ich könnte noch viele andere Änderungen in meinem Leben auflisten und Dinge, mit denen ich beschenkt worden bin, aber ich möchte auch betonen, daß das Christsein einen nicht vor den Schwierigkeiten des Lebens verschont. Es kommen eher noch einige dazu, aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß Jesus mich gerade in schwierigen Zeiten nie im Stich gelassen hat.

“…Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“
(Matthäus 28,20)
leben/berichte/robert.txt · Zuletzt geändert: 2009/11/10 21:54 (Externe Bearbeitung)
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