Die Frage war direkt an mich gerichtet: Leben mit Gott im Paradies oder Tod für immer getrennt von Gott?
Von Beruf bin ich Pädagoge im betreuten Wohnen für Jugendliche und junge Erwachsene, sowie freier Mitarbeiter des Bezirksamtes als Gitarrenlehrer.
Während meiner Jugend, so im Alter von 16 Jahren, verspürte ich schon einen sehr starken Drang, mich mit Sinnfragen des Lebens aufrichtig zu beschäftigen. Ich wollte weg vom Materialismus, den ich verabscheute, da ich in ihm das Übel für das meiste Elend auf dieser Welt sah.
Also suchte ich nach anderen Wegen um das Menschsein zu begreifen.
Ich hatte mich mit Meditation beschäftigt, las auch Bücher über Buddhismus, Psychologie, Philosophie, Magie und Esoterik, um die absolute Wahrheit zu finden. Ich merkte irgendwann, dass keine Lehre von Menschen ohne Lücken ist, denn sie stillte meine Suche nach Vollkommenheit und der Wahrheit nicht.
Eines Tages bekam ich Besuch von einem Freund, der mir erzählte, dass die Zeugen Jehovas vor seiner Tür gestanden haben und ihm sagten, die Bibel sei Gottes Wort. Das interessierte mich doch sehr! Wenig später kamen sie auch zu mir und sagten, dass die Bibel Gottes Wort ist und von Gott selbst eingegeben sei.
Sie erzählten, Gott offenbarte sich durch 40 Autoren zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten. Zeitspanne der Niederschriften vom AT und NT ca. 1500 Jahre. In diesen Schriften sollte Gott seinen „Masterplan“ zur Errettung der Menschheit offenbart haben. So sagten sie mir, sei die Bibel entstanden!
Ich ging schon damals davon aus, dass es nur eine Wahrheit geben kann oder das es für jede Gleichung nur eine richtige Lösung gibt. So bat ich sie, mir doch eine Bibel da zu lassen um deren Inhalt zu prüfen. Das die Bibel für alle Fragen, die mir bis hierhin offen geblieben waren, die richtigen Anworten liefern könnte, hab ich natürlich erst mal sehr stark bezweifelt! Außerdem paßten die moralischen Maßstäbe, die ich aus dem Christentum kannte, nicht unbedingt in mein damaliges Lebensgefühl. Es begann ein innerer Kampf zwischen der Suche nach Wahrheit und dem freien Ausleben meiner Bedürfnisse. Ich wollte freie Liebe, Partys und vor allem Toleranz für jeden und alles! Aber ich wollte auch wissen, ob es wirklich einen Gott gibt und wie er über mich denkt. Außerdem mußte ich meinen Durst nach Wahrheit und Vollkommenheit irgendwie befriedigen! Ich begann also mit dem Lesen.
1.Mos.1,1 Im Anfang schuf Gott… usw. Es war sehr, sehr mühselig und teilweise eine echte Qual. Seitenweise Geschlechtsregister, Symbolsprache die sehr schwer zu verstehen war und vor allem fehlte mir der Zusammenhang zwischen AT und NT. Es gab niemanden, dem ich vertraute, der mir hätte irgend etwas erklären können. Vieles war sehr klar und sehr eindeutig, aber vieles, für mich damals, überhaupt nicht zu verstehen.
Die Typen (Zeugen) von denen ich die Bibel bekommen hatte, waren zwar gut belesen, befanden sich aber in einem sektenähnlichen System, das ich ihnen als Laie anhand ihrer eigenen Bibel schnell belegen konnte. Ihr Zeugnis verstieß gegen wichtige Grundpfeiler der Botschaft Jesu Christi. Also waren die Jungs als echte Hilfe raus!
Ich las dennoch einfach immer weiter! Mein Verständnis wurde größer und Lücken meiner Suche begannen sich zu schließen. Bücher aus dem alten Judentum wie der Sohar, Talmut oder die Elemente der jüdische Kabbala von Dr. Erich Bischoff halfen mir bei so mancher Stellenauslegung.
Es gab von 1985 bis 2000 keine Gemeinde der ich mich angeschlossen hatte oder Leute mit denen ich meinen neuen Lebensweg teilen konnte. Außer einem Freund der anfänglich glaubte die Bibel sei wahr, aber später von diesem Weg abkam!
O.k. also die Prüfung nach der Authentizität der Bibel dauerte einige Jahre!
Jetzt 2003 kann ich sagen, das jedes Wort, das in der Bibel steht, wahr ist. Ich erkannte, dass ich nach Gottes Maßstäben ein Sünder bin und vor Ihm niemals aus eigener Anstrengung gerecht sein könnte. Ich verstand, dass mich nur der Glaube an Jesus, der sich als einziger vollkommener gerechter Mensch für uns hat töten lassen, um für uns alle unsere Sündenschuld zu bezahlen, erretten kann. Ich erkannte, dass er das aus Liebe zu den Menschen tat und das es keine andere Rettung aus unserer Schuld vor Gott gibt, als das wir Ihn als den Erretter annehmen. Die Bibel lehrt nur diesen einen Weg zurück zu Gott, denn Jesus bezeugt: „ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben und niemand kommt zum Vater als durch mich“ (Joh 14,6). Es gibt in der Bibel hunderte Prophetien, die sich in den letzten 2600 Jahren der Menschheitsgeschichte genau so erfüllt haben, wie Gott sie verkündenden lies. Es gab unzählige Ereignisse in meinem Leben, wo sich Gott auch mir offenbarte. Durch Gebetserhörung oder wo sich einfach das Schriftwort in Anwendung mit anderen Menschen erfüllt hat.
Die Frage war 1985 an mich persönlich gerichtet: Leben oder Tod? Ich habe mich für das Leben entschieden. Ein Leben in Christus, durch ihn bin ich reingewaschen von meiner Schuld und weiß, wenn ich es nicht schaffe, seinen Maßstäben gerecht zu werden, kann ich immer wieder zu ihm gehen und ihn um Vergebung bitten. Ich bin mit allem gesegnet was ich als Mensch brauche und kann mich sicher in Gottes Hand fühlen. Er hat mich von all meinen Lasten befreit und mir ein reines Gewissen geschenkt. Er schenkte mir ein neues Herz und ermöglichte mir, durch seinen heiligen Geist, die Welt und mein Leben mit seinen Augen zu sehen. Ich lernte in meinem neuen Leben mit Christus, den Willen Gottes über meine eigenen Bedürfnisse zu stellen.
Mein neues Leben ist nun nicht mehr auf vergängliche Werte gegründet sondern auf die Hoffnung und Liebe in Christus, die ewig währt.
Mein Problem ist nun noch:
Wie kann man anderen Menschen vermitteln, das Gott sie liebt und er nur ihr Vertrauen will?!
Gerade nachdem der Teufel über 1600 Jahre Christentum mißbraucht hat um den Menschen von Gott wegzuführen! Kirche wurde Staatsreligion, dabei sagte doch schon der Herr Jesu: „mein Reich ist nicht von dieser Welt“! (Joh 18,36) Diese Herrschaft war eine Herrschaft des Schreckens voller Ungerechtigkeit, Unmenschlichkeit, Mord und Totschlag, fast ohne Ende!!! Alles unter dem Deckmantel des Christentums!
Das sind alles Dinge die Gott zwar zugelassen und auch prophezeit hat, aber denen er auch ein Ende setzen wird! Dann wird es ein Gericht geben, allerdings nicht mehr nach menschlichen Maßstäben! „Viele werden kommen und zu Jesus sagen haben wir nicht in Deinen Namen dies und das getan“, doch er wird ihn antworten: „ich habe euch nicht gekannt“ (Mt 7,21-23).
Er hat sie deshalb nicht gekannt, weil sie Ihn nicht als ihren Herrn angenommen haben und anderen den Weg zu Ihm, durch falsche Lehren, noch verbaut haben. Dabei möchte Gott, dass nicht einer verloren geht, „denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Joh 3.16)